Nokia N96 Testbericht

Das finden wir:
Verarbeitung




Bedienung




Ausstattung




Design




Highlights: Musicplayer, Videos
Testfazit: Das N96 ist eigentlich ein Top Handy, leider wirkt es aber durch den fehlenden Touchscreen etwas innovationsfeindlich. Trotzdem konnten uns das dicke Ausstattungspaket und die Multimedia Fähigkeiten überzeugen.
Werbepause:
Nokia hat mit dem N96 ein neues Flaggschiff der N-Serie. Inzwischen kann man es auch bei vielen Netzbetreibern online bestellen und so wird es also mal Zeit für uns, dem N96 auf den Zahn zu fühlen.
Das N96 hat kein leichtes Erbe zu tragen, das Vorgängermodell N95 war ein Verkaufsschlager. Entsprechend hoch sind die Erwartungen an das Nokia N96. Dazu kommt noch, dass Nokias Konkurrenz bei den Top-Handys häufig und durchaus auch erfolgreich auf ein Touchscreen Display setzt - das N96 muss jedoch ohne Touchscreen auskommen.
Bauform, Display & Bedienung des N96
Das N96 ist ein Doppelslider Handy in Klavierlackoptik. Mit einer satten Dicke von 2 cm trägt das N96 dicker auf, als manch einem lieb ist. Das N96 schwimmt hier klar gegen den Trend der Branche und ist gerade mal 1 mm dünner als sein Vorgänger. Daran ändert auch nicht, dass Nokia die Dicke des Handys mit
“18 mm (stellenweise bis 20 mm)”
angibt.
Im N96 wurde ein 2,8 Zoll QVGA-TFT Display mit 16,7 Mio. Farben bei einer Auflösung von 240 x 320 Pixeln verbaut. Das N96 ist eindeutig ein Video Handy, entsprechend gut sind die Qualitäten des Displays.
Bedienung des Nokia N96
Navigationstaste, Menütaste, Lösch- und Rufannahmetaste finden sich fast wie gewohnt unter dem Display des N96. Die Sperrtaste ist beim N96 an der Kopfseite, die rechte Seite beherbergt die Zoom- & Lautstärketaste. Auf der linken Seite ist der Speicherkartenplatz gut erreichbar untergebracht. Die Zifferntastatur und die Multimediatasten werden durch Auf- oder Absliden des Displays freigelegt.
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Über die Multimediatasten des Nokia N96 lassen sich Music-Player und Video-Player bequem bedienen. Die Multimediatasten werden zur Bedienung freigelegt, indem man das Display des N96 nach unten schiebt. Dabei wechselt die Darstellung des Displays automatisch ins Querformat.
Als Benutzeroberfläche setzt Nokia beim N96 auf die Symbian S60 Oberfläche. Diese ist trotz eines mächtigen Funktionsumfangs gut strukturiert. Die Benutzeroberfläche des N96 lässt sich an vielen Stellen individualisieren, z.B. lassen sich Ordner in Menüs nach eigenem Gusto ordnen.
Durch die S60 Oberfläche und das Symbian Betriebssystem in der 3rd Edition mit dem Feature Pack 2 kann man auf dem N96 Youtube Flashvideos direkt im Browser anschauen. Das Starten der Videos in einer separaten Anwendung ist somit nicht mehr notwendig. Weiteren Komfort bringt die Nokia Search. Hier reichen ein paar Tastendrücke aus, um E-Mails, MP3 Files, SMS oder das Internet zu durchsuchen. Für Gamer hat Nokia - wie bei allen N-Series Handys- beim N96 die N-Gage Plattform vorinstalliert.

N96 Kamera, Video & Music-Player
Mit an Bord sind beim N96 eine 5 Megapixel Digitalkamera mit Carl-Zeiss Optik nebst 2 Leuchtdioden zum Ausleuchten. Die Videoaufnahmen beim N96 erfolgen im MPEG-4-Format, für MMS wird das 3GPP Format unterstützt. Für Musik, Videos und Fotos bringt das Nokia 96 mit 16 GB internem Speicher ausreichend Speicherplatz mit. Wem das nicht reicht, der kann den Speicher mit einer SD-Speicherkarte um zusätzliche 8 GB erweitern.
Video Features
Mit der Kamera des N96 sind MPEG-4 Aufnahmen mit bis zu 30 Frames/s bei VGA Auflösung möglich. Die maximale Länge eines Videoclips beim N96 wird von Nokia mit 90 Minuten angegeben. Aufnahmen können beim N96 mit Standortinformationen versehen werden und per Ovi Share online gestellt werden.
Video Wiedergabe
Klappt man den Bügel auf der Gehäuserückseite des N96 aus, so kann man das Handy sozusagen hinstellen. Des weiteren ist es auch möglich, Videos auch auf einen Fernseher zu übertragen. Der TV-Ausgang emöglicht neben der drahtlosen Signalübertragung per WLAN oder Bluetooth auch das kabelgebundene Anschließen eines Fernsehers an das N96. Die DVB-H Features und Funktionen des N96 sind bis auf Weiteres in Deutschland leider nutzlos.

Music Player
Das N96 hat einen Musik-Player mit Unterstützung für MP3, AAC, eAAC+, WMA und Album-Cover. Erstellte Wiedergabelisten lassen sich bearbeiten und weitergeben. Der inzwischen so gut wie obligatorisch gewordene Equalizer in der Geräteklasse des N96 fehlt natürlich auch nicht. Daneben kann man mit dem N96 UKW-Radiosender und Internetradio empfangen und hören. Eine 3,5-mm-Klinkenbuchse erlaubt erfreulicherweise das Anschließen eines Standard-Kopfhörers.
Connectivity & Navigation
Das Nokia N96 unterstützt WLAN (IEEE802.11 g/b) und UMTS (HSDPA mit bis zu 3,6 MBit/s) zum Surfen und zur Vernetzung. Eine weitere Datenübertragung ist per USB 2.0 Micro USB Anschluss und Bluetooth (inkl. A2DP und EDR) möglich.
A-GPS und Nokia Maps
Das Nokia N96 hat einen integrierten A-GPS-Empfänger und unterstützt auch die Fußgängernavigation. Als Software für die Navigation wird -wie sollte es auch anders sein- Nokia Maps als vorinstallierte Lösung mitgeliefert. So gibt es kostenlose Karten für mehr als 200 Länder zum Download. Wer keine Datenflatrate hat, sollte hier aufpassen. Die Bereitstellung der (kostenlosen) Karten erfolgt zwar von Nokia ohne Entgeldberechnung, doch der eigene Mobilfunkbetreiber wird ohne Datenflatrate mit Sicherheit das Datenvolumen berechnen.
Über die kostenlosen Angebote hinaus bietet Nokia für das N96 diverse Module wie Multimedia Reiseführer und Navigationsdienste an. Die Karten lassen sich per N96 oder per PC herunterladen. Lädt man die Karten auf den PC, so müssen diese nur noch auf das N96 übertragen werden. Auf diese Weise lässt sich teurer Datentransfer per Mobilfunknetz vermeiden.

Fazit
Das Nokia N96 gehört ganz klar in die gehobene Geräteklasse. Die Leistungen stimmen und die Ausstattung ist auch nicht von schlechten Eltern. Doch leider waren die Finnen mit dem neuen N-Series Flaggschiff etwas langsam und wurden von der Zeit eingeholt. Bei der Vorstellung des N96 waren Klavierlackoptik, 5 Megapixel Kamera und 16 GB interner Speicher noch Highlights, heute gibt es jedoch schon mehrere Handys, die mit vergleichbaren Features aufwarten können.
Zudem hat Nokia beim N96 den Touchscreen Trend verpasst. Der DVB-H Receiver kann beim deutschen Kunden auch nicht punkten, da dieser in Deutschland praktisch nutzlos ist. Nokia scheint dies auch schon begriffen zu haben, denn schließlich soll das N97 schon bis Mitte des nächsten Jahres erhältlich sein. Und das N97 kommt dann mit Touchscreen, 32 GB Speicher und 8 Megapixelkamera…


[...] nur, dass ausgerechnet in den schönen neuen Handys wie dem N96 von Nokia oder dem noch nicht erhältlichen Samsung SGH-P960 ein DVB-H Empfänger drinsitzt, den [...]
[...] sein. Damit nimmt Vodafone den vielversprechenden Nachfolger des eher nicht so gut angenommenen Nokia N96 pünktlich zum Deutschland-Start ins Programm auf. [...]