DVB-H und Co
Special Handy TV: Teil 1

Was war das für eine verheißungsvolle Vision: Ferngucken in der U-Bahn oder in der Firma, Uni usw. Das alles sollte möglich werden durch DVB-H (Digital Video Broadcasting - Handhelds). Doch was in anderen Ländern schon länger klappt, scheiterte in Deutschland u.a. an rechtlichen Hürden. Die Vision von DVB-H ist zerplatzt wie die sprichwörtliche Seifenblase. Das Projekt DVB-H ist in Deutschland bisher nicht über den Testbetrieb hinaus gekommen.
DVB-H: Das Ende vor dem Anfang
Nachdem das Konsortium Mobile 3.0 Ende Oktober der Aufforderung der Landesmedienanstalten nachgekommen ist und seine Sendelizenzen für das Handy TV per DVB-H zurückgegeben hat, sieht’s jetzt erstmal schlecht aus für den Übertragungsstandard DVB-H.
Der bundesweite Start von DVB-H, der für Anfang 2009 vorgesehen war, ist auf unbestimmte Zeit ausgesetzt worden. Der große Durchbruch für dieses Unterhaltungsformat ist damit also -zumindest vorerst- in weite Ferne gerückt.
Was tun mit dem DVB-H Handy?
Schade nur, dass ausgerechnet in den schönen neuen Handys wie dem N96 von Nokia oder dem noch nicht erhältlichen Samsung SGH-P960 ein DVB-H Empfänger drinsitzt, den man nach aktuellem Stand der DVB-H Entwicklung in Deutschland nicht gebrauchen kann.
Was also tun? Sicher, wer unbedingt mal Handy TV gucken will, der kann mit seinem DVB-H Handy zu unseren Nachbarn fahren. Da die Europäische Union DVB-H zum Handy Fernseh Standard in den Mitgliedsstaaten erklärt hat, ist das kein Problem. Anbieten würden sich hier vor allem Italien, die Schweiz, Österreich oder die Niederlande.
Natürlich kann das keine Lösung sein, vorerst haben also alle Besitzer von DVB-H Handys in Deutschland Pech gehabt. Und bis sich in Sachen Handy-Fernsehen per DVB-H etwas tut, könnte das jetzt noch neue Handy schon “zum alten Eisen” gehören.
Alternativen zu DVB-H
In den nächsten Teilen des Specials Handy TV lest ihr über die DVB-H Alternativen
- mobile TV per UMTS
- Handy TV per DVB-T


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